Sind Nüsse gesund? Das Rätsel ist geknackt

Schale mit Nüssen

Sie wird dumm, taub oder feige genannt: Verdient hat die Nuss solche Beleidigungen nicht, strotzt sie doch nur so vor guten Eigenschaften. Doch warum ist sie trotz hohem Fettgehalt gut für unseren Körper? Seit kurzem kennt man die Antwort …

Klein, aber oho

Der Fettanteil von Nüssen ist erstaunlich hoch, im Durchschnitt zwischen 40 und 70 Prozent. Trotzdem oder gerade deswegen trägt ihr Verzehr dazu bei, den Cholesterinspiegel zu senken. Einer der Gründe: ihr ausbalanciertes Verhältnis von ungesättigten Fettsäuren. Doch nicht nur das Fett macht Nüsse so gesund.

Viele Wirkstoffe auf engem Raum

Die unscheinbaren kleinen Kugeln sind Gesundheitsgranaten: Aktuelle Studien zeigen, dass die verschiedenen Inhaltsstoffe von Nüssen im Zusammenspiel wirken. Da sind zunächst einmal die Ballaststoffe, die dich lange satt halten. Das Vitamin E bewahrt Zellen vor Schaden, während Kalium und Magnesium gegen Muskelkrämpfe helfen. Folsäure beugt gemeinsam mit weiteren Vitamin-B-Arten Herz- und Gefäßerkrankungen vor. Obendrein sind Nüsse toll fürs Abnehmen: Wer regelmäßig Nüsse isst, ohne es zu übertreiben, unterstützt seine Diät. Nebenbei halten die Energiebündel auch noch dein Hirn leistungsfähig.

Wertvolle Nüsse und was in ihnen steckt

  • Die besonders gesunde

    Walnuss

    ist bestens austariert: Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren stehen im idealen Verhältnis zueinander. Sie gehört zu den Steinfrüchten mit verholzter Fruchtwand. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Wir müssen sie aufknacken, um an den Inhalt zu gelangen – so genießen wir sie langsamer und bewusster.

  • Auch die australische

    Macadamia

    ist eine Steinfrucht. Mit ihrem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren und mildem Geschmack gilt sie als Königin der Nüsse.

  • Die

    Haselnuss

    ist die älteste Nussart Europas, auch wenn die meisten heute aus türkischem Anbau stammen. Trotz ihres hohen Fettgehalts von 60 Prozent ist sie gesund. So liefert die Haselnuss eine große Portion Vitamin E.

  • Die

    Esskastanie

    , auch Maroni genannt, besitzt nur zwei Prozent Fett, dafür reichlich Kohlenhydrate. Ursprünglich im Mittelraum beheimatet, stammt sie heute überwiegend aus Südwestdeutschland. Von dort aus gelangt sie auf Weihnachtsmärkte in ganz Deutschland, wo sie frisch und heiß verzehrt wird.

  • Die

    Mandel

     

    bietet – gemeinsam mit der Cashewnuss und der Pekannuss – jede Menge Eiweiß. Zudem ist sie reich an Vitamin E. Mandeln haben eine lange Tradition: Schon vor 3.700 Jahren wurden sie in Palästina geerntet. Heute kommen sie vor allem aus den USA, Spanien und Italien.

Wie viel dein Körper davon braucht

Genießt du Nüsse in Maßen, dann sind sie trotz ihres hohen Fettgehalts gut für dich. Doch wie viel ist gesund? Unser „Health and Fitness“-Tipp: Iss nicht mehr als vier- bis fünfmal pro Woche eine gut gefüllte Hand voller Nüsse, also etwa 25 Gramm. Diese Handvoll an gesunden Mandeln oder Haselnüssen reicht übrigens aus, um deinen Tagesbedarf am zellschützenden Vitamin E zu decken.

Zwar haben Nüsse relativ viele Kalorien. Jedoch machen sie schnell satt und halten lange vor, deshalb isst man weniger davon. Willst du im Supermarkt Nüsse kaufen, dann achte darauf, dass sie ungesalzen und ungesüßt sind. Nur dann sicherst du dir ihre gesundheitsfördernde Wirkung.

Warum Sportler von Nüssen profitieren

Du trainierst regelmäßig? Dann gehören Nüsse auf deinen Ernährungsplan. Wirken ihre B-Vitamine zellerneuernd, liefern sie mit hohen Anteilen an Proteinen wertvolle Muskelnahrung. Rund ein Drittel der Erdnuss und ein Viertel der Mandel – die aus botanischer Sicht beides Hülsenfrüchte und keine Nüsse sind – bestehen aus Eiweiß. Walnüsse und Haselnüsse kommen immerhin noch auf deutlich mehr als 10 Prozent an Proteinen. Zudem geht man davon aus, dass sich die ungesättigten Fettsäuren günstig auf das Herz-Kreislauf-System sowie den Cholesterinspiegel auswirken.

Worauf wartest du? Auf die Nuss, fertig, los!