Schön geschmeidig bleiben! Tipps, die dein Bindegewebe stärken

Frau am Strand mit starkem Bindegewebe

In jungen Jahren ist das Bindegewebe so elastisch wie eine Strumpfhose. Was du tun kannst, damit das so bleibt? Im Zuge unserer Faszien Wochen verraten wir dir heute fünf wirksame Tipps, die dein Bindegewebe stärken und Verletzungen vorbeugen …

Schmerzfrei durch flexible Faszien

Ob Tennisarm oder steifer Nacken – früher hatte man sofort die roten Muskelstränge als Schmerzauslöser im Verdacht. Heute weiß man dagegen, dass weitaus häufiger ein weißes, kollagenes Fasernetzwerk dahinter steckt: verklebte oder verfilzte Faszien. Die Osteopathie beschäftigt sich schon seit Jahren mit dem Bindegewebe. Messungen bestätigen, dass unser Bindegewebe wichtiger ist, als man lange dachte. Es hält uns nicht nur buchstäblich in Form, sondern weist auch die größte Anzahl an Rezeptoren und Nervenzellen auf. Ein guter Grund, den Faszien mehr Beachtung zu schenken.

Das Bindegewebe von Kindern ist hochelastisch. Doch Unterbelastung ebenso sowie Überbelastung, Fehlhaltungen, Verletzungen und Stress rauben ihm mit den Jahren Flexibilität. Das führt wiederum zu Schmerzen. Doch dagegen können wir etwas tun! Für diese Tipps werden dich deine Faszien lieben …

Tipp 1: Faszientraining löst Verklebungen

Hast du die Faszienrolle schon einmal benutzt? Genau an den Stellen, wo es wehtut, liegt der Casus knaktus: In den meisten Fällen handelt es sich dabei um verhärtete Faszien, die Schmerzen verursachen. Halte an diesen Punkten mit der Faszienrolle inne und rolle für einige Sekunden in winzigen Bewegungen hin und her. Regelmäßig durchgeführt, kannst du auf diese Weise Verhärtungen lösen und dein Bindegewebe stärken. Der Effekt: Dein Körper produziert in den nächsten Tagen neues elastisches Collagen. Während vorsichtige, langsame Bewegungen Verfilzungen wegrollen, wirkt eine schnelle und kräftige Behandlung straffend.

Wichtig: Wenn du unter Durchblutungsstörungen leidest, musst du erst mit deinem Arzt sprechen, bevor du zur Faszienrolle greifst.

Tipp 2: Bewegung hält die Faszien elastisch

Faszienmassagen ergänzen das Muskeltraining, ersetzen es aber nicht. Das gehört jeden Tag auf deine Agenda: viel moderate Bewegung – verteilt über den Tag – und regelmäßiger Sport. Nur ein aktiver Lebensstil stimuliert dein Bindegewebe ausreichend, hält es biegsam und flexibel. Der Lohn ist, wenn du ansonsten gesund bist, ein schmerzfreier Körper.

Was gibt es Effektiveres, als Sport und Faszienmassage in einer 2-in-1-Lösung zu vereinen? Trainerin Nina Richter zeigt dir in unserem Kurs XROLL, wie du die Faszienrolle bei funktionellen Übungen anwenden kannst.

Tipp 3: Dehnen streckt unflexibles Gewebe

Gehörst du zu den zwei Dritteln aller Deutschen, die Rückenprobleme haben? Oder schmerzt dir von der Computerarbeit häufig der Nacken? Natürlich solltest du deine Muskeln in Rumpf- und Nackenbereich stärken. Allerdings reicht das allein nicht aus. Durch gezieltes Dehnen streckst du nicht nur verkürzte Muskelfasern, sondern löst auch verklebte Faszien. Mit täglich zehn Dehnübungen über 30 bis 40 Sekunden spürst du schon bald erste Erfolge: Deine Bewegungen werden flexibler und schneller, dein Gang federnd und elegant.

Willst du mehr zum Thema Dehnen wissen? Achte auf unsere Faszien-Wochen: Bei uns erfährst du in Kürze, auf welche Weise du dich langmachen solltest.

Tipp 4: Erholung nimmt die Spannung heraus

Stresssituationen gehören zum Leben. Dauerstress dagegen? Besser nicht! Ist ein Erlebnis vorbei, das uns alles abverlangt hat, entspannt sich das Fasziengewebe wieder, bleibt beweglich und elastisch. Anders bei ständigem Druck: Dann steht das Bindewebe unter konstanter Anspannung, verfilzt und verklebt nach einiger Zeit. Deshalb ist es wichtig, etwas gegen Dauerstress zu tun.

Hilfreich sind unter anderem genügend Schlaf, feste Zeiten zur Regeneration sowie Hobbys, die einen Ausgleich zur Arbeit bieten. Auch Entspannungstechniken haben nachweislich einen positiven Effekt auf den Körper. Hast du schon Yoga, Pilates oder Tai Chi ausprobiert? Von Trainingsformen wie diesen profitiert nicht nur die Seele, sondern auch das Bindegewebe.

Tipp 5: Gesunde Ernährung bringt die Faszien in Form

Das, was deinem Kopf und Körper gut tut, nützt auch den Faszien: Eine vielseitige Kost, die alle wichtigen Nährstoffe enthält, hält dich fit und dein Bindegewebe geschmeidig. Wenn du etwa komplett auf Kohlenhydrate verzichtest, wie es in verschiedenen Diäten propagiert wird, nimmst du deinem gesamten Körper eine wichtige Energiequelle. Von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten über Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente bis hin zum Wasser: Die richtige Mischung macht’s!

Wie eine ausbalancierte Ernährung aussieht, die auch den Faszien schmeckt, erfährst du hier in Kürze. Nicht verpassen!